Donnerstag, 23. September 2010
Das Tier
erkenntnisreich, 23:47h
Kannst du Tiere zähmen,
wilde, unberechenbare?
Siehst du das Glühen ihrer Augen?
Den funkelnden Instinkt zur Flucht,
die Spannung der Muskeln zum Sprung?
Zu flüchten vor der Hand, die sich nach ihm ausstreckt?
Zitterndes Misstrauen.
Gelingt es dir das Wesen zu gewinnen,
das Zögern zu durchbrechen mit warmer Geduld?
Das Zittern zu lindern,
indem du mitschwingst mit der Seele,
die sich Stück für Stück in deine Nähe wagt,
sich nach und nach fallen lässt in das Vertrauen,
das sich wie ein Hauch über die wachsende Verbindung legt?
So musst du warten.
Tage-, monate, manchmal jahrelang.
Und wenn du schon fast aufgeben willst,
die Schwere der Geduld fast unerträglich auf dir lastet,
du deinen Blick schon abwenden willst,
tränenschwanger und enttäuscht,
da hebt es seinen Blick in deinen,
unsicher zwar doch hoffnungsvoll
und verringert so den Abstand.
Dieser Funke lässt dich weiter streben.
Hebe deinen Blick, gehe zum Spiegel und schau dich an!
Kannst du dieses Tier zähmen,
wild und unberechenbar?
Wenn du es gewinnst, dann lasse es frei!

wilde, unberechenbare?
Siehst du das Glühen ihrer Augen?
Den funkelnden Instinkt zur Flucht,
die Spannung der Muskeln zum Sprung?
Zu flüchten vor der Hand, die sich nach ihm ausstreckt?
Zitterndes Misstrauen.
Gelingt es dir das Wesen zu gewinnen,
das Zögern zu durchbrechen mit warmer Geduld?
Das Zittern zu lindern,
indem du mitschwingst mit der Seele,
die sich Stück für Stück in deine Nähe wagt,
sich nach und nach fallen lässt in das Vertrauen,
das sich wie ein Hauch über die wachsende Verbindung legt?
So musst du warten.
Tage-, monate, manchmal jahrelang.
Und wenn du schon fast aufgeben willst,
die Schwere der Geduld fast unerträglich auf dir lastet,
du deinen Blick schon abwenden willst,
tränenschwanger und enttäuscht,
da hebt es seinen Blick in deinen,
unsicher zwar doch hoffnungsvoll
und verringert so den Abstand.
Dieser Funke lässt dich weiter streben.
Hebe deinen Blick, gehe zum Spiegel und schau dich an!
Kannst du dieses Tier zähmen,
wild und unberechenbar?
Wenn du es gewinnst, dann lasse es frei!

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Donnerstag, 12. August 2010
Vielleicht
erkenntnisreich, 12:46h
Ein Vielleicht ist immer sicher.
Und wenn in ihm kein Fortgang liegt,
so sprach es doch von Sehnsucht
und von all dem, was hätte sein können.
Vielleicht werden wir uns verletzen.
Vielleicht wird unser Schweigen so nichtssagend sein,
dass es unseren Seelen schmerzt.
Vielleicht sehen und hören wir uns nicht wirklich.
Doch die Sehnsucht liegt nur in diesem Vielleicht.
Nicht in einem Ja.
Und nicht in einem Nein.
Vielleicht.
Vielleicht wird unsere Nähe so bodenlos,
dass wir in Abgründe fallen, die uns dem Leben näher bringen.
Vielleicht finden wir in der Wärme füreinander
ein Zuhause, in dem wir gerne wohnen.
Doch ein Vielleicht ist kein Versprechen
und soll es niemals sein.
Ein Vielleicht ist nur der Beginn von etwas, was sein könnte.
Und wenn in ihm kein Fortgang liegt,
so sprach es doch von Sehnsucht
und von all dem, was hätte sein können.
Vielleicht werden wir uns verletzen.
Vielleicht wird unser Schweigen so nichtssagend sein,
dass es unseren Seelen schmerzt.
Vielleicht sehen und hören wir uns nicht wirklich.
Doch die Sehnsucht liegt nur in diesem Vielleicht.
Nicht in einem Ja.
Und nicht in einem Nein.
Vielleicht.
Vielleicht wird unsere Nähe so bodenlos,
dass wir in Abgründe fallen, die uns dem Leben näher bringen.
Vielleicht finden wir in der Wärme füreinander
ein Zuhause, in dem wir gerne wohnen.
Doch ein Vielleicht ist kein Versprechen
und soll es niemals sein.
Ein Vielleicht ist nur der Beginn von etwas, was sein könnte.
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Die Kunst des Suchens
erkenntnisreich, 12:41h
Du ziehst durch die völlig belebten, aber sinnleere Straßen. Allein.
Die hohlen Worte, die dein Ohr erreichen, aber nicht dein Herz. Allein.
Der musternde Blick dort vorne, der an dir hängen bleibt und den du wie Lotus an dir abperlen lässt. Allein.
Die harten und lauten Worte, völlig fehl am Platz, unangebracht. Allein.
Taktisch traktierende Worte, gepackt in Zuckerwatte. Allein.
Das Lachen des Kindes entzückt dich, dringt in dein Herz. Allein.
Der süße Duft von Erdbeeren, gepaart mit Sonne und Salz. Allein.
Die sanfte Melodie, die vom Nachbarbalkon herüber weht, mich aber weiter nicht berührt. Allein.
Die Sehnsucht nach Leben, die man in einigen Augen sehen kann, wenn sie vorbeiziehen. Allein.
Die Ahnung von Glück, das du kostbar in Händen hältst. Allein.
Lass uns ausbrechen.
Die hohlen Worte, die dein Ohr erreichen, aber nicht dein Herz. Allein.
Der musternde Blick dort vorne, der an dir hängen bleibt und den du wie Lotus an dir abperlen lässt. Allein.
Die harten und lauten Worte, völlig fehl am Platz, unangebracht. Allein.
Taktisch traktierende Worte, gepackt in Zuckerwatte. Allein.
Das Lachen des Kindes entzückt dich, dringt in dein Herz. Allein.
Der süße Duft von Erdbeeren, gepaart mit Sonne und Salz. Allein.
Die sanfte Melodie, die vom Nachbarbalkon herüber weht, mich aber weiter nicht berührt. Allein.
Die Sehnsucht nach Leben, die man in einigen Augen sehen kann, wenn sie vorbeiziehen. Allein.
Die Ahnung von Glück, das du kostbar in Händen hältst. Allein.
Lass uns ausbrechen.
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